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Installation und Berechtigungen

HeadsUp ist eine Atlassian-Forge-App. Sie läuft vollständig auf Atlassian-Infrastruktur, betreibt keine eigenen Server und definiert keine externen Endpunkte. Die App ist darauf ausgelegt, die Kriterien von Atlassians Programm Runs on Atlassian zu erfüllen; das Abzeichen ist noch nicht vergeben.

Die Installation erfolgt pro Jira-Cloud-Site über den Atlassian Marketplace. Danach ist keine Konfiguration nötig: Alle legen ihre Erinnerungen selbst an, site-weite Einstellungen existieren nicht. Änderungen an den angeforderten Berechtigungen erfordern beim Upgrade immer eine erneute Admin-Zustimmung.

Scope Wozu die App ihn braucht
read:jira-work Tickets, Kommentare und Änderungshistorie lesen, um Auslöser auszuwerten; JQL validieren; Status-Listen für die Auswahlfelder laden
read:jira-user Anzeigenamen zu Account-IDs auflösen („zugewiesen an Max Muster“)
write:jira-work Benachrichtigungen über Jiras eigene Notify-API verschicken (E-Mail); optionale Ticket-Kommentare anlegen
storage:app Erinnerungen, Benachrichtigungen und Audit-Logs im Forge-Speicher ablegen
read:servicedesk-request SLA-Daten offener JSM-Requests lesen für die SLA-Frühwarnung (Advanced-Edition)
manage:jira-configuration Nur für einen Zweck: die Anzahl der lizenzierten Jira-Nutzer lesen. Daraus ergibt sich der monatliche KI-Credits-Pool der Instanz.

Zum letzten Punkt: Die Zahl der lizenzierten Nutzer stammt aus den Lizenz-Metriken von Jira, und diesen Bereich stellt Atlassian hinter diesen Scope. Die App liest dort eine einzige Zahl je Jira-Produkt und verändert nichts. Welche Aufrufe eine App macht, sehen Administratoren jederzeit im Audit-Log der Site.

HeadsUp läuft unter einem eigenen App-Benutzer. Was dieser Benutzer nicht sieht, erreicht die App nicht: Ein Kommentar, der auf eine Projektrolle beschränkt ist, wird HeadsUp gar nicht erst als Ereignis zugestellt, eine Erinnerung darauf löst also nicht aus. Das ist die Voreinstellung und erfordert keine Einrichtung.

Ein Projektadministrator kann das für ein einzelnes Projekt ändern. Der App-Benutzer steht in der Rollenverwaltung unter dem Marketplace-Namen der App, HeadsUp: AI Reminders and Notifications for Jira. Trage ihn in den Projekteinstellungen im Bereich für Personen und Rollen in die Rolle ein, auf die die Kommentare beschränkt sind. Danach erreicht das Ereignis die App und die Erinnerung löst aus.

Der Inhalt bleibt in beiden Fällen unterdrückt. Auch bei einem Kommentar, den die App jetzt sieht, tragen Benachrichtigung, Inbox-Eintrag und Audit-Log den neutralen Satz „Es gibt einen neuen Kommentar mit eingeschränkter Sichtbarkeit. Der Inhalt steht nicht in dieser Nachricht, öffne das Ticket, um ihn zu lesen.“, ein Auto-Kommentar wird nicht geschrieben, und KI-Erinnerungen lassen den Kommentar ohne Credit-Verbrauch aus. Die beiden Ebenen bauen aufeinander auf: Die Rollen-Mitgliedschaft entscheidet, ob überhaupt ausgelöst wird, die Unterdrückung entscheidet, was zu sehen ist.

Interne Notizen im Service Management verhalten sich anders. Dort hat die App ohnehin Agenten-Sicht, ihre Ereignisse kommen also immer an, und es greift ausschließlich die zweite Ebene.

Standard Advanced
Ticket-Erinnerungen, Filter-Alarme, Inbox ✓ ✓
KI-Erkennung ✓ ✓
KI-Credits pro lizenziertem Nutzer und Monat 20 200
SLA-Frühwarnung (JSM) ✗ ✓

Die Edition folgt automatisch der Marketplace-Lizenz; in der App muss nichts konfiguriert werden. Ein Wechsel von Advanced zurück auf Standard hat zwei Folgen, die sich einplanen lassen.

  • Bestehende SLA-Alarme bleiben gespeichert, feuern aber nie wieder. In der Standard-Edition endet der stündliche SLA-Lauf sofort. Die Alarme stehen weiter in der Liste und sehen aktiv aus, neue lassen sich nicht anlegen. Ein Filter-Alarm lässt sich auch nicht auf einen anderen Auslöser umstellen; der Weg ist also löschen und bei Bedarf einen neuen Alarm mit anderem Auslöser anlegen. Zurück auf Advanced feuern die vorhandenen Alarme ohne weiteres Zutun wieder.
  • Das Limit der KI-Credits wird sofort neu gerechnet. Das Limit richtet sich nach der aktuellen Edition, der Verbrauchszähler des laufenden Monats bleibt stehen. Wurde diesen Monat schon mehr verbraucht, als Standard erlaubt, liegt die Instanz ab diesem Moment über dem Limit, und die KI-Bewertung setzt bis zum Ersten des Folgemonats aus. Alles Übrige läuft weiter.